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Malta Aktuell

Malta Aktuell – News und aktuelle Informationen von den maltesischen Inseln Malta, Gozo und Comino mit Bilder, Videos und Tipps für Ihren Malta Urlaub!



Regatta in Malta

Bootsrennen im Grand Harbour

Am 8. September ist in Malta Feiertag und dann findet im Grand Harbour in Valletta jedes Jahr ein Bootsrennen statt. Eine Regatta mit vielen bunten Dghasjsas, den kleinen traditionellen Booten, die an venezianische Gondeln erinnern. Männer aus verschiedenen Orten Maltas treten hier zu einem unterhaltsamen Wettrennen gegeneinander an.

Der Nationalfeiertag geht auf ein geschichtliches Ereignis im Jahre 1565 zurück. In diesem Jahr endete am 8. September die Große Belagerung der Türken.
Man sagt, dass eine gewaltige Flotte des Osmanischen Reiches mit 130 Galeeren und 40.000 Mann die Insel belagerte. Zur Verteidigung standen dem

Malta Regatta

Malteserorden nur 750 Ritter und 8.000 maltesische Kämpfer sowie einige Hundert spanische Söldner gegenüber. Der maltesische Ritterorden verteidigte sich von seinen Festungen in den heutigen sogenannten „3 Städten“ gegenüber des heutigen Valletta. In Birgu trotzte man den Türken vom Fort St. Angelo, in Sengela vom Fort St. Michael und auf der Spitze des heutigen Valletta vom Fort St. Elmo.

Die türkische Belagerung dauerte etwa vier Monate. Nachdem die Osmanen es schafften, an Land zu gelangen, verunreinigte man die Brunnen, woraufhin viele der türkischen Soldaten an Ruhr erkrankten. Viele waren durch Krankheiten geschwächt und noch mehr starben im Kampf, so dass sie aufgeben mussten. Nach 1565 unternahmen die Türken keinen Versuch mehr, Malta zu erobern. Kurz nach der Belagerung wurde Valletta als Festungsstadt errichtet und mit solch gewaltigen Festungsmauern versehen, dass die Stadt als uneinnehmbar galt und nicht mehr angegriffen wurde.

Jedes Jahr findet in Erinnerung an dieses historische Ereignis die Regatta im Grand Harbour statt. Es lohnt sich, dieses Ereignis anzuschauen, welches in den frühen Nachmittagsstunden beginnt. Einen guten Blick hat man von Vittoriosa aus oder vom Upper Barrakka Garten in Valletta.

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Busse in Malta

Fahrendes Museum

Die Busse in Malta sind teilweise so alt, dass sie schon historischen Charakter haben. Manchmal staunt man, wie so manches Gefährt überhaupt noch fahrtüchtig ist. Zwar wurden in den letzten Jahren viele neue moderne Busse im öffentlichen Nahverkehr eingesetzt, jedoch sind immer noch alte Linienbusse im Einsatz, die noch zur Kolonialzeit Maltas aus Großbritannien auf die Insel gebracht wurden.

Für Touristen stellen sie ein beliebtes Fotomotiv dar und auch mit den Bussen eine Fahrt zu unternehmen, ist für manche Besucher ein echtes Urlaubserlebnis. So kommt es manchmal vor, dass Touristen an Haltestellen beobachtet werden, die die modernen Busse vorbeifahren lassen, weil sie unbedingt in einem alten Bus mitfahren wollen.

Malta Bus

Für die Bewohner auf Malta sieht das schon anders aus. Denn wenn man täglich auf den Bus angewiesen ist, zieht man den modernen Bus einem altem Vehikel mit Sicherheit vor. Bis überall komplett neue Nieder- flurbusse fahren, wird jedoch aus finanziellen Gründen noch einige Zeit vergehen. Die Busse sind Eigentum der maltesischen Busfahrer. Alle Fahrer sind in einer Gemeinschaft zusammengeschlossen, in deren Kasse alle Einnahmen fließen, die dann untereinander aufgeteilt werden. Die Routen sind in der Regel so ausgelegt, dass die Busse von oder nach Valletta fahren, wo sich ein großer Busbahnhof zum Umsteigen befindet. Das Busfahren auf Malta ist recht einfach und preisgünstig, die meisten Fahrten kosten nur 47 Cent. Nähere Infos findet man unter http://www.atp.com.mt/

Nun hat die Alternattiva Demokratika , die grüne Partei Maltas, gefordert, die alten Busse, die den Abgasuntersuchungsstandards nicht erfüllen, aus dem Verkehr zu ziehen. Die Partei schlägt vor, sie mit neuen Motoren zu versehen bzw. in einem Transportmuseum auszustellen.
Auch wenn das Thema Umweltschutz bei den Maltesern immer mehr in das Bewusstsein rückt, so wird dieser Vorschlag schon allein aus finanziellen Gründen in naher Zukunft kaum umsetzbar sein.

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Piratenmuseum

Piraten im Mittelmeer

Im St. Thomas Tower bei Marsascala entsteht ein Piratenmuseum. Es soll zum Jahreswechsel eröffnet werden.

Der aus dem 17. Jahrhundert stammende Wachturm St. Thomas beherbegte in den letzten Jahren ein Restaurant und soll nun umgewandelt werden in das erste Piratenmuseum Maltas.
Ursprünglich diente der Wachturm als Ausguck über das Mittelmeer gegen mögliche Feinde. Wachtürme in dieser Art wurden auf Malta viele erbaut, sie wurden vom Großmeister Wignacourt errichtet, der die gesamte Küstenlinie sicherte. Mit Hilfe dieser strategisch günstig gelegenen Türme wurde die Insel vor Plünderern und Piraten geschützt.

Das Museum soll voraussichtlich in der Weihnachtszeit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Quelle: timesofmalta.com

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Meinungsumfrage in Malta

Preissteigerungen und steigende Flüchtlingszahlen – Die Sorgen auf Malta

Die Europäische Kommission gibt regelmäßig in allen EU-Mitgliedsstaaten Meinungsumfragen in Auftrag. In jedem Land werden Standardfragen sowie Fragen zu wechselnden Themen gestellt, um sich so ein Bild der Meinungen in den jeweiligen Staaten machen zu können.

Steigende Preise, wachsende Flüchtlingszahlen und Umweltschutz sind laut einer von Eurobarometer in Auftrag gegebenen Umfrage die aktuellen Sorgen der Malteser.
So sind laut der Umfrage 40% der Malteser über Preissteigerungen besorgt. 29% gaben an, das Flüchtlingsproblem sei ein großes Problem. Weitere 21% der Bevölkerung sorgen sich um ihre Umwelt.

Trotz aller alltäglichen Sorgen sind 85% aller Malteser mit ihrem Leben zufrieden.
Auf die Erwartungen für die nächsten 12 Monate befragt, gaben 40% an, sie erwarteten eine Steigerung der Lebensqualität, während 13% eine Verschlechterung befürchten. Während lediglich 24% der gesamten EU-Bevölkerung damit rechnen, dass sich die wirtschaftliche Situation verbessern wird, sind es in Malta immerhin 40%.

Europaflagge

Aus der Umfrage ging auch hervor, dass die Malteser ein größeres Vertrauen in die EU Institutionen haben als der Durchschnitt der EU-Bevölkerung. Die Mehrheit vertraut dem EU Parlament, der Europäischen Kommission sowie dem Europäischem Rat. Mittlerweile geben 60% der Malteser an, es sei eine gute Entscheidung gewesen, 2004 der EU beizutreten und über 70% empfinden die Einführung des Euro als positiv.

Diese Angaben wurden einem Beitrag der Times of Malta entnommen. Den Originalbeitrag in englisch kann man hier lesen.

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