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Malta Essen und Trinken

Auf Malta Essen und Trinken? Was essen die Malteser, was trinkt man auf der Insel? Infos und Rezepte sowie Restaurant Tipp Malta Bar und Pub Empfehlungen!



Brot aus Malta

Kennen Sie Hobz und Ftira?

Die Malteser sind zurecht stolz auf ihr landestypisches Brot. Hier gibt es noch die kleinen Bäckereien, die nach ihren eigenen Rezepten zum Teil noch in steinernen Holzöfen ihr Brot backen.
Die Malteser kaufen ihr Brot gern mehrmals am Tag, um es frisch und warm zu genießen. In der Regel werden keinerlei Konservierungsstoffe hinzugefügt.
Das echte maltesische Brot (Hobz) ist außen sehr knusprig und innen luftig locker. Man kann größere Mengen davon essen, ohne sich schnell unangenehm gesättigt zu fühlen.

Maltesisches Brot

Sehr gerne bereiten sich die Malteser „Hobz biz-Zejt“. das bedeutet übersetzt „Brot mit Öl“ und ist eine köstliche Mahlzeit und wird gerne verfeinert mit einer Tomatenpaste und Kapern, die vielerorts auf Malta in der freien Natur wachsen und milder schmecken als wir es in der eingelegten Variante kennen.

Außerdem sehr beliebt ist das Ftira. Dies ist ein flacher runder Brotlaib mit einem Loch in der Mitte. Es hat Ähnlichkeit mit dem im östlichen Mittelmeerraum bekanntem ungesäuertem Brot. Man kann es gut belegen mit Tomaten, Sardellen, Eiern oder Kapern.
Wer sich auf Malta aufhält, sollte unbedingt einmal das maltesische Brot frisch probieren, zumal es auch sehr preisgünstig ist.

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Restaurants auf Malta

Eine große internationale Vielfalt – Für jeden Geschmack ist etwas dabei

Zu einem gutem Urlaub gehört für die meisten Touristen auch gutes Essen. Die Restaurants auf Malta bieten eine breite Vielfalt an unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. In den letzten Jahren eröffneten immer mehr exotische Restaurants sowie Feinschmeckerrestaurants der gehobenen Kategorie. Wer auf Malta essen gehen will, muss sich zwischen den vielfältigen Angeboten entscheiden. Neben einfachen Lokalen mit äußerst zivilen Preisen gibt es die unterschiedlichsten internationalen gastronomischen Angebote. Hier kann man eine regelrechte kulinarische Weltreise unternehmen.

In den meisten Restaurants jedoch bemerkt man die geografische Nähe zu Italien, denn es wird viel Pizza und Pasta angeboten. Daneben finden sich auf vielen Speisekarten Angebote mit frischem Fisch. Mancherorts verspürt man auch den britischen Einfluss aus der Kolonialzeit, denn ab und zu werden auch Gerichte serviert, die einen britischen Einschlag haben. Insbesondere beim Frühstück, denn Würstchen und Speck am Morgen werden morgens gerne von den britischen Touristen verspeist.

Pastizzeria

In neuester Zeit findet man wieder häufiger typisch maltesisches Essen. So haben einige Restaurants mit maltesischen Spezialitäten einen immer größeren Zulauf. Daneben findet man in jedem Ort mindestens eine Pastizzeria. Dies sind kleine Imbisstände, in denen herzhaftes Gebäck aus Blätterteig verkauft wird. Diese heißen „Pastizzi“ und werden mit verschiedenen Füllungen angeboten, zum Beispiel mit Ricotta Käse oder Schinken. Daneben werden oft kleine Portionen von Timpana (einem Makkaroniauflauf), Ross il-forn (ein Reisauflauf mit Hackfleisch) oder kleine Pizzastücke verkauft. Die Pastizzi sind sehr preisgünstig und sättigend. Ideal, wenn man unterwegs ist und einen kleinen Snack zu sich nehmen will.

Die Speisekarten in den Restaurants sind in englischer Sprache verfasst, werden häufig aber auch in weitere Sprachen wie deutsch oder italienisch übersetzt. Die Essenszeiten entsprechen nicht denen, wie man sie von anderen südlichen Ländern kennt, sondern eher britischen Gepflogenheiten. Mittagessen wird zwischen 12 und 14 Uhr serviert, Abendessen in aller Regel zwischen 19 und 22 Uhr.

Man sollte es im Restaurant nicht versäumen, maltesische Getränke zu bestellen. das alkoholfreie Nationalgetränk nennt sich Kinnie, dies ist eine Orangenlimonade mit Kräuterextrakten, die leicht herb schmeckt und sehr erfrischt. Auf jeder Speisekarte findet man maltesisches Bier, das bekannteste ist das Cisk (gesprochen Tschisk). Es entspricht geschmacklich in etwa einem deutschen Pils und wurde international bereits mehrfach ausgezeichnet. Daneben stehen auf jeder Weinkarte neben den ausländischen Weinen auch maltesische Weine verschiedener Qualitäts- und Preisklassen.

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Bigilla – Rezept

Bigilla – Rezept für maltesische Bohnenpaste

Bigilla ist eine maltesisches Bohnenmus, das überall auf der Insel gern als Antipasti gereicht wird und sehr beliebt ist. Man kann es recht einfach zubereiten.

Zutaten:

  • 400g Bohnen
  • 4 zerhackte Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer
  • Olivenöl
  • gehackte Petersilie

Die Bohnen lässt man über zwei Tage in Salzwasser und Natriumkarbonat einweichen. Das Wasser sollte nach einem Tag ausgetauscht werden. Dann lässt man die Bohnen abtropfen und kocht sie in ungesalzenem Wasser auf kleiner Flamme, bis sie gar sind.

Abtropfen lassen und mit einer Gabel zerdrücken, bis ein Mus entsteht. Zuletzt abschmecken mit Salz, Pfeffer, Knoblauch, Olivenöl und Petersilie.

Bigillia wird meistens warm gegessen, kann aber auch gut kalt serviert werden.

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Delicata, Marsovin, Meridiana

Delicata, Marsovin, Meridiana

Die bedeutendsten Weinkellereien, die auf Malta den Markt beherrschen, sind Delicata und Marsovin. Daneben gibt es noch die kleine Kellerei Meridiana, die zwar nur sehr kleine Mengen produziert, sich jedoch aufgrund der exzellenten Qualität einen Namen gemacht hat.

Alle drei Unternehmen verfolgen ein unterschiedliches Marketing und orientieren sich an verschiedenen Marktsegmenten.

Das Delicata Weingut entstand 1907. Emanuel Delicata hatte damals in eigener Produktion Wein verkauft und konnte eine immer weiter steigende Nachfrage verzeichnen. Der größte Erfolg stellte sich in den 1950er Jahren ein, als der Markenwein “Lacryma Vitis” auf den Markt kam. Auch heute wird dieser Wein noch gut verkauft, ist aber qualitativ im unteren Bereich anzusiedeln. In den 1960er und 1970er Jahren war der Erfolg der Weinkellerei recht schwankend, bis George Delicata die Leitung übernahm und das Unternehmen in eine moderne erfolgreiche Weinkellerei verwandelte. Ausländische Berater sowie erfolgreiche eine Öffentlichkeitsarbeit trugen maßgeblich dazu bei. Delicata stellt verschiedenste Weine her. Sowohl aus lokalen Mischformen als auch aus importierten Weinreben. Jedes Jahr veranstaltet Delicata ein Winefestival, welches Anfang August in Valletta und einige Wochen später auf Gozo stattfindet. Weitere Informationen über das Weingut finden sich unter www.delicata.com.

Marsovin ist eine Kellerei, die sich im Jahre 1919 von Anthony Cassar und seiner Familie gründete. Dieses Weingut füllte als erstes den Wein in Flaschen ab anstatt in Fässern. Ebenso wurden dort Experimente mit edlen Weinreben durchgeführt. 1974 wurde Cabernet Sauvignon angebaut, was zunächst zu einem mäßigem Erfolg führte. Jedoch wurde das Potential erkannt, die Qualität stetig verbessert und große Flächen für verschiedene Weinreben erworben. Später wurden weitere Anbaugebiete dazu eworben, auch auf Gozo. das Weingut präsentiert sich im Internet unter www.marsovin.com.mt

Das Weingut Meridiana ist das jüngste und das kleinste. Es entstand erst in den späten 1980er Jahren. Mark und Josette Miceli Farrugia gründeten gemeinsam mit einem Weinexperten einen experimentellen Weinberg im Süden Maltas. Ein umfangreiches Wissen und gutes Know-How verhalfen wesentlich zu einem enormen Erfolg, sich auf dem Markt zu etablieren. Im Landesinneren bei Ta’ Qali hat man in den 90er Jahren einen großen Weinberg erworben und dort überwigend Chardonnay angebaut, aber auch Syrah, Merlot, Cabernet Sauvignon und Petit Verdot. das Weingut produziert den Chardonnay “Isis”, “Mistral” und “Astarte”. AnRotwein wird “Melqart” verkauft, eine Mischung aus Merlot und cabernet sauvignon. Ebenso ist ein Syrah im Agebot, namens “Bel”. Als Prestigewein der Kellerei ist “Celsius”, er wird in kostbaren Weinfässern aus französischer Eiche gelagert und hat einen erlesenen Geschmack. Im Internet ist das Unternehmenunter www.meridiana.com.mt zu finden.

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Maltesischer Wein

Haben Sie schon mal maltesischen Wein probiert?

Wein aus Malta? Wer bereits einmal auf Malta war, wird festgestellt haben, dass es maltesische Weine der verschiedensten Sorten und Qualitäten gibt. Man muss hier klar unterteilen zwischen Wein, der auf maltesischem Boden angebaut wurde und Wein, der zwar auf Malta produziert, jedoch nicht angebaut wurde.
Der Wein wurde ursprünglich von den Phöniziern auf Malta eingeführt. Bis die Briten nach Malta kamen, wurde der Weinbau stets fortenwickelt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts jedoch hat man auf Anweisung der Briten viele Weinberge und Olivenbäume entfernen lassen, um Baumwolle anpflanzen zu lassen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts blühte der Weinbau wieder auf. Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Rebsorten gepflanzt, die jedoch keine Spitzenqualität hervorbrachten. In den 90er Jahren jedoch hat man in ein neues Anpflanzungsprogramm investiert. Internationale Fachleute unterstützen die Erweiterung des Wissens und neue Bewässerungsanlagen trugen dazu bei, dass nun verschiedene Rebsorten mit großem Erfolg angebaut werden. Einige Weine können sich sehen lassen, werden jedoch in der Regel nur in Malta verkauft, da die Anbauflächen begrenzt sind. Zu nennen sind Weinreben wie Merlot, Chardonnay, Syrah oder Cabernet Sauvignon.

Malta hat einen idealen Boden und hervorragendes Klima für Weinbau. Man baut den Wein jedoch nicht auf Bergen an, sondern buschweise auf Feldern. Neben den guten Weinsorten, die in geringen Mengen produziert werden, gibt es ertragreiche Weinreben, wie zum Beispiel die Ghirgentina-Traube, die einen durchschnittlichen Wein hervorbringt und häufig noch behandelt wird, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Die rote Weinrebe Gelleweza erfüllt die Bedingungen zur Weinproduktion schon besser.

Wer sich in einem Supermarkt maltesischen Wein kauft oder in einem Restaurant maltesischen Wein bestellt, sollte auf dem Flaschenetikett nachschauen, ob der Wein tatsächlich aus Malta stammt, auch wenn er auf dem Etikett als maltesischer Wein angeboten wird. Denn neben den auf den Inseln produzierten Weinsorten werden auch Trauben und Weinmost importiert, die dann vor Ort verarbeitet werden. Meistens stammen diese Trauben aus Italien. Oft ist dies der Fall bei den preiswerten Weinen, denn die Nachfrage nach billigem Wein ist so hoch, dass der Bedarf aus maltesischem Anbau allein nicht gedeckt werden kann.

Die beiden größten Weinkellereien Marsovin und Delicata beherrschen auf Malta deutlich den Markt. Dazu kommt die kleine Kellerei Meridiana, die exzellente Weine in Spitzenqualität liefert, jedoch nur kleine Mengen produziert und im höheren Preissegement anzusiedeln ist.

In jedem Fall lohnt es sich, zum Beispiel bei einem guten Essen, die maltesischen Weine zu probieren.

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Maltesische Küche

Wie auf Malta gekocht wird – die maltesische Küche

Die meisten Touristen, die ihren Urlaub auf Malta verbracht haben, kehren mit einem reichen Erfahrungsschatz und vielen schönen Erinnerungen zurück. Doch die wenigsten haben etwas über maltesische Gerichte erfahren oder in einem der exzellenten Fischrestaurants gegessen. Da in den meisten Restaurants selten typisch maltesisches Essen angeboten wird, kehren die meisten Urlauber zurück, ohne etwas von der eigenen maltesischen Küche mitbekommen zu haben. Viele werden sich fragen, ob es überhaupt eine eigene Küche gibt.
Ja, es gibt sie, doch wird typisch maltesisch in der Regel von den Maltesern zu Hause gekocht. Wenn die Malteser ausgehen, bevorzugen sie selbst die internationalen Gerichte.

Malta hat eine eigene typische Küche. So wie in anderen Regionen des Mittelmeeres gibt es reichlich frischen Fisch, Gemüse, Zitronen, Oliven, Knoblauch oder die auf der Insel reichlich wachsenden Kapern.

Die maltesischen Rezepte und Zubereitungsarten entstammen langen Traditionen und wurden über Generationen hinweg überliefert. Die maltesische Landesküche ist auch ein Ergebnis seiner Geografie und Geschichte. Daher lässt sich auch ein großer Einfluss anderer Mittelmeerländer feststellen sowie der Nationen, die Malta einst beherrschten. Ebenso ist noch ein deutlicher britischer Einschlag zu verzeichnen, da die Briten die letzten Besatzer vor der Unabhängigkeit waren.

Die ländliche Küche hat sich auf Malta nur gering verändert. Gemüsesuppen und Eintöpfe, im Ofen gebackenes ungesäuertes Brot, Kartoffeln sowie Ziegenkäse sind hier zu nennen. Die Küche der Mittelklasse dagegen ist mediterraner einzustufen. Süßigkeiten entspringen vermutlich eher tunesischen oder osmanischen Wurzeln.

In der Kategorie “Rezepte aus Malta” werden typisch maltesische Rezepte veröffentlicht. Die Zutaten dazu sind überall erhältlich und können so leicht nachgekocht werden.

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