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Heizen in Malta

Wie heizt man in Malta?

Auch in Malta muss man im Winter heizen. Mittlerweile ist es November geworden und auch in Malta wird es abends allmählich kühler, so dass man sich langsam Gedanken ums Heizen machen sollte, um keine bösen Überraschungen zu erleben.

Viele denken ja, wenn man am Mittelmeer wohnt, braucht man keine Heizung, aber dem ist nicht so, es kann nachts schon mal sehr kühl werden und dazu auch noch unangenehm feucht.

Mangels Zentralheizung habe ich mir letztes Jahr einen Gasheizer zugelegt. Ich mochte das Ding nicht, es riecht ein wenig und man muss regelmäßig die Flaschen wechseln. Dazu kommt, dass die Luft feucht wird und man dafür sorgen muss, die Luft zu entfeuchten.

Da seit Oktober der Preis einer Gasflaschenfüllung nicht mehr 5,40 Euro wie im letzten Jahr beträgt, sondern nahezu das Doppelte, habe ich mich entschieden einen Radiator zu kaufen. Der zieht zwar ganz schön Strom, aber macht einfach eine angenehmere Wärme. Ich denke bei den Gaspreisen macht es mittlerweile kaum noch einen Unterschied wie man heizt. Das hat mir auch der Verkäufer bestätigt, dem ich den Radiator abgekauft habe.

Übrigens gibt es immer wieder freundliche Malteser. Ich habe den Verkäufer gefragt, ob er mir die Heizung liefern kann. Und prompt lädt er sie in sein Auto ein und fährt mich samt Radiator direkt bis vor meine Haustür!

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Komische Malteser

Komische Malteser – Oder wie man in Malta Probleme löst

Was ich da von meiner Terrasse beobachtet habe zeigt, dass Malteser oft eine andere Mentalität haben.

Grundsätzlich finde ich die Malteser sehr freundlich und zuvorkommend. Aber manchmal wundert man sich dann doch über die ein oder andere Verhaltensweise.

Vor circa einer Woche hat mich abends ein ziemlicher Krach auf meine Terrasse gescheucht, natürlich wollte ich sofort wissen was da plötzlich für eine laute Stimme durch die Nacht krakeelte.
Mir bot sich folgendes Bild: Am Straßenrand parkte ein Kombi, auf dessen Dach sich eine blinkende Bauarbeiterlampe befand und daneben noch ein rot blinkendes Lämpchen. Vor dem Auto stand ein Mann, der durch ein quietschendes Megafon auf die gegenüberliegende Straßenseite brüllte, wo ein paar Malteser vor ihrem Haus saßen und gemütlich ein Bierchen tranken. Dort ist immer Familientreff vor einem kleinen Laden. Ich konnte von dem Megafon-Mann nichts verstehen, da ich der maltesischen Sprache nicht mächtig bin und schaute gespannt hinüber und harrte der Dinge, die da kommen.
Aber von wegen, das hat die überhaupt nicht gekratzt und man tat so als sei der Mann gar nicht da. Später ging er dann mit seiner Flüstertüte über die Straße und sprach die Leute direkt an, aber die haben ihm nur gelangweilt den Rücken gekehrt. Ein paar Minuten später wanderte der Mann wieder zu seinem Auto und schien irgend etwas abzuwarten. Ich wartete natürlich mit, weil man ja griundsätzlich neugierig ist und einem solch ein Spektakel nicht alle Tage geboten wird. Als dann niemand außer mir Notiz von dem Mann nahm, zog er irgendwann von dannen und ich fragte mich was das die Aktion sollte.

Gestern Abend ging das Ganze von vorne los. Wieder stand er da mit seinem blinkendem Auto da und starrte hinüber auf die andere Straßenseite und niemand hat Notiz genommen. Ich bin ja mal gespannt wie oft sich das noch wiederholt und ob der Tag kommt, an dem einem der Beteiligten der Kragen platzt.

Auf jeden Fall finde ich es schon bemerkenswert, was sich Malteser manchmal einfallen lassen, um ihre Probleme zu lösen. Was auch immer es war, dieser Mann will irgend etwas und ich bin gespannt was er sich noch einfallen lassen wird.

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Es ballert

Feuerwerk überall

Der Höhepunkt der Festa-Saison scheint erreicht zu sein. Mitte August ballert es an allen Ecken.

Feuerwerk!
Der 15. August ist in Malta ein Feiertag. Um diese Jahreszeit haben viele Malteser frei und nutzen die Gelegenheit für ein paar Urlaubs Tage, zum Beispiel auf Gozo.
In jedem Fall finden hier derzeit alle möglichen Kirchfeste statt, die Festas, die mit viel Feuerwerk gefeiert werden, ich habe schon öfter hier davon berichtet. Momentan finden mehrere Feste gleichzeitig statt und es ballert und knallt schon morgens um acht Uhr, dann nochmal mittags gegen zwölf und abends geht es dann erst richtig los, vielernorts sieht man dann in den Abendstunden Feuerwerkskörper, die über Stunden in den Himmel geschossen werden.

Ich frage mich, welche Bedeutung es in Malta hat, schon früh morgens mit lautem Feuerwerk aus dem Bett geworfen zu werden. Sehen kann man nichts, aber es knallt. Umso lauter, umso besser, so scheint das Motto. 🙂

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Hitze in Malta

Maltesische Temperaturen

Puh, es ist heiß! Wer gerade seinen Urlaub in Malta verbringt, wird mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit am Meer sein und sich ein schattiges Plätzchen suchen.

Ich schwitze. Es ist heiß. Puh! Malta zeigt sich mit allen Wetterextremen. Im Winter haben alle über den extrem kalten und nassen Winter geklagt und nun schwitzt die ganze Insel. Als ich heute morgen aufgestanden bin, wehte schon morgens ein heißer Wüstenwind durchs Fenster. Der Wind fühlt sich an als hätte jemand einen heißen Fön eingeschaltet, denn er bringt keine nennenswerte Abkühlung. An solchen Tagen bleibt man entweder zu Hause und schaltet seine Klimaanlage ein, sofern man denn eine hat, oder man begibt sich an den Strand und macht dort einen Tag Urlaub, muss ja auch mal sein, schließlich lebt man auf einer Ferien Insel.

Das Wasser hat angenehme 25 Grad und so kann man stundenlang schwimmen und sich im Wasser treiben lassen. Dazu ein kühler Drink oder ein Eis, dann lässt es sich schon aushalten. Wer arbeiten muss, hatte wirklich Pech. Schon bei der kleinsten körperlichen Anstrengung treibt es einem die Schweißperlen auf die Haut. Kein Wunder bei 41 Grad!

Jetzt am späten Abend sind es auch noch ca. 34 Grad, da hilft nur, den Computer ausschalten und es sich in einer Ecke gemütlich machen. Morgen sollen die Temperaturen in Malta schon wieder merklich sinken.
Ich will mich nicht beklagen, schließlich wollte ich hier leben und wie ich gehört habe, sind in Deutschland nicht einmal 20 Grad und ständig heftige Gewitter. Für Touristen kann ich nur von Besichtigungstouren abraten, es gibt auch schöne Bademöglichkeiten in Malta.

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Strom in Malta

Strom in Malta oder Gozo? Heute leider nicht…

Stromversorgung nimmt man heutzutage so selbstverständlich hin. Heute wurde ich eines Besseren belehrt.

Da sitzt man morgens gegen 10.30 Uhr frisch geduscht und Kaffee schlürfend vor seinem Rechner und arbeitet fröhlich vor sich hin, weil man ja schließlich seine Brötchen verdienen muss und dann passiert es plötzlich:
Ich habe keinen Zugang zum Internet mehr. Die Kaffeemaschine ist aus aus und das Radio gibt keinen Ton von sich. Kein Strom!

Einen kurzen Stromausfall habe ich früher ab und an mal erlebt auf Malta, manchmal lag es an der Versorgung im Haus, man legt einen Schalter im Sicherungskasten um und schon kann es weiter gehen. Aber heute war dem nicht so.
Um es kurz zu machen (wer weiß wie lange ich hier noch bloggen kann, bis der nächste Power Cut kommt, hehe):
In ganz (!) Malta und Gozo war kompletter Stromausfall und das bis abends um halb neun! Am Nachmittag war der Strom zwar kurz wieder da, aber zu früh gefreut, es dauert nicht lange und es war wieder alles finster. In einigen Orten gab es sogar Probleme mit der Wasserversorgung.
Ursache für den Stromausfall sei eine defekte Gasturbine im Kraftwerk in Marsa gewesen, und auch zweiten Kraftwerk in Delimara fiel dann wegen Überlastung alles aus. Feine Sache, so wird einem doch mal richtig bewusst, wie sehr man von Strom abhängig ist.
Ich bin keine Technikexperte, aber frage mich ehrlich, was so lange gedauert hat, alles wieder zum Laufen zu bringen.
Nun wird in Malta heftig diskutiert und nach den Schuldigen gesucht, das ist in dem Fall in Malta natürlich immer die Regierung.

Ich kann nur hoffen, dass aus diesem Vorfall etwas gelernt und vielleicht mal darüber nachgedacht wird, ob sich Malta nicht vielleicht ans europäische Stromnetz anklemmen kann oder mehr auf Solarenergie setzt.

Übrigens passierte der Stromausfall, als das Parlament gerade über die Finanzen des Stromversorgers Enemalta debattierte…

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Freundliche Malteser

Mentalität der Malteser

Sind die Malteser eigentlich nette Menschen? Sind sie Ausländern gegenüber aufgeschlossen?

Man kann vieles an Malta kritisieren. Wer sich eine paradisische Urlaubsinsel mit langen Sandstränden vorstellt, auf der es grünt und blüht und herrliche Ruhe herrscht, wird enttäuscht sein. Malta ist an vielen Stellen laut und leider auch an einigen Stellen immer noch recht dreckig, obwohl sich das seit ein paar Jahren schon ein wenig gebessert hat. Manches wirkt auch auf den ersten Blick völlig chaotisch und der viele Autoverkehr auf Malta macht meiner Meinung nach den Charme der Insel kaputt. Ich werde bald mehr darüber berichten, sobald ich die Zeit dazu finde.

Aber eines fällt mir doch immer wieder positiv auf und das ist ein Grund, weshalb ich hier wohne: Die Mentalität der Leute. Die Malteser sind sehr freundliche und hilfsbereite Menschen. Wer als Europäer nach Malta kommt, wird dies bald in vielen Situationen merken. Manchmal sind es nur die Kleinigkeiten, die das Leben hier lebenswert machen.

So passierte es mir heute, als ich in dem kleinen Tante-Emma-Laden in meiner Nähe einkaufen war. Zwei nette Herren betreiben diesen winzigen und völlig verkramten Laden. Ich kaufe dort nur Kleinigkeiten und werde immer herzlich begrüßt. Heute fragte ich nach Zitronen und dachte mir eigentlich schon, dass sie keine haben, aber in maltesischen Geschäften fragt man besser immer mal nach, denn es könnte immer irgendwo noch eine kleine Ecke sein, wo noch Waren lagern, denn in Malta wird ja schließlich jeder Quadratzentimeter genutzt. 🙂
Als ich also den einen der beiden Herren nach Zitronen fragte, meinte er, er hätte keine, aber ich solle mal warten und dann rannte er aus dem Laden. Ein paar Minuten später kam er wieder mit einer Tüte voller Zitronen. Die hatte er schnell in seinem Garten gepflückt und mir geschenkt. Ist doch nett, oder? Und lecker sind die!

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