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Strom in Malta

Juni 16, 2009 Von: Malta News Kategorie: Privates 2 Kommentare →


Strom in Malta oder Gozo? Heute leider nicht…

Stromversorgung nimmt man heutzutage so selbstverständlich hin. Heute wurde ich eines Besseren belehrt.

Da sitzt man morgens gegen 10.30 Uhr frisch geduscht und Kaffee schlürfend vor seinem Rechner und arbeitet fröhlich vor sich hin, weil man ja schließlich seine Brötchen verdienen muss und dann passiert es plötzlich:
Ich habe keinen Zugang zum Internet mehr. Die Kaffeemaschine ist aus aus und das Radio gibt keinen Ton von sich. Kein Strom!

Einen kurzen Stromausfall habe ich früher ab und an mal erlebt auf Malta, manchmal lag es an der Versorgung im Haus, man legt einen Schalter im Sicherungskasten um und schon kann es weiter gehen. Aber heute war dem nicht so.
Um es kurz zu machen (wer weiß wie lange ich hier noch bloggen kann, bis der nächste Power Cut kommt, hehe):
In ganz (!) Malta und Gozo war kompletter Stromausfall und das bis abends um halb neun! Am Nachmittag war der Strom zwar kurz wieder da, aber zu früh gefreut, es dauert nicht lange und es war wieder alles finster. In einigen Orten gab es sogar Probleme mit der Wasserversorgung.
Ursache für den Stromausfall sei eine defekte Gasturbine im Kraftwerk in Marsa gewesen, und auch zweiten Kraftwerk in Delimara fiel dann wegen Überlastung alles aus. Feine Sache, so wird einem doch mal richtig bewusst, wie sehr man von Strom abhängig ist.
Ich bin keine Technikexperte, aber frage mich ehrlich, was so lange gedauert hat, alles wieder zum Laufen zu bringen.
Nun wird in Malta heftig diskutiert und nach den Schuldigen gesucht, das ist in dem Fall in Malta natürlich immer die Regierung.

Ich kann nur hoffen, dass aus diesem Vorfall etwas gelernt und vielleicht mal darüber nachgedacht wird, ob sich Malta nicht vielleicht ans europäische Stromnetz anklemmen kann oder mehr auf Solarenergie setzt.

Übrigens passierte der Stromausfall, als das Parlament gerade über die Finanzen des Stromversorgers Enemalta debattierte…

Freundliche Malteser

Juni 09, 2009 Von: Malta News Kategorie: Privates 1 Kommentar →


Mentalität der Malteser

Sind die Malteser eigentlich nette Menschen? Sind sie Ausländern gegenüber aufgeschlossen?

Man kann vieles an Malta kritisieren. Wer sich eine paradisische Urlaubsinsel mit langen Sandstränden vorstellt, auf der es grünt und blüht und herrliche Ruhe herrscht, wird enttäuscht sein. Malta ist an vielen Stellen laut und leider auch an einigen Stellen immer noch recht dreckig, obwohl sich das seit ein paar Jahren schon ein wenig gebessert hat. Manches wirkt auch auf den ersten Blick völlig chaotisch und der viele Autoverkehr auf Malta macht meiner Meinung nach den Charme der Insel kaputt. Ich werde bald mehr darüber berichten, sobald ich die Zeit dazu finde.

Aber eines fällt mir doch immer wieder positiv auf und das ist ein Grund, weshalb ich hier wohne: Die Mentalität der Leute. Die Malteser sind sehr freundliche und hilfsbereite Menschen. Wer als Europäer nach Malta kommt, wird dies bald in vielen Situationen merken. Manchmal sind es nur die Kleinigkeiten, die das Leben hier lebenswert machen.

So passierte es mir heute, als ich in dem kleinen Tante-Emma-Laden in meiner Nähe einkaufen war. Zwei nette Herren betreiben diesen winzigen und völlig verkramten Laden. Ich kaufe dort nur Kleinigkeiten und werde immer herzlich begrüßt. Heute fragte ich nach Zitronen und dachte mir eigentlich schon, dass sie keine haben, aber in maltesischen Geschäften fragt man besser immer mal nach, denn es könnte immer irgendwo noch eine kleine Ecke sein, wo noch Waren lagern, denn in Malta wird ja schließlich jeder Quadratzentimeter genutzt. :-)
Als ich also den einen der beiden Herren nach Zitronen fragte, meinte er, er hätte keine, aber ich solle mal warten und dann rannte er aus dem Laden. Ein paar Minuten später kam er wieder mit einer Tüte voller Zitronen. Die hatte er schnell in seinem Garten gepflückt und mir geschenkt. Ist doch nett, oder? Und lecker sind die!