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Maltesischer Wein

Haben Sie schon mal maltesischen Wein probiert?

Wein aus Malta? Wer bereits einmal auf Malta war, wird festgestellt haben, dass es maltesische Weine der verschiedensten Sorten und Qualitäten gibt. Man muss hier klar unterteilen zwischen Wein, der auf maltesischem Boden angebaut wurde und Wein, der zwar auf Malta produziert, jedoch nicht angebaut wurde.
Der Wein wurde ursprünglich von den Phöniziern auf Malta eingeführt. Bis die Briten nach Malta kamen, wurde der Weinbau stets fortenwickelt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts jedoch hat man auf Anweisung der Briten viele Weinberge und Olivenbäume entfernen lassen, um Baumwolle anpflanzen zu lassen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts blühte der Weinbau wieder auf. Im Laufe der Jahre wurden verschiedene Rebsorten gepflanzt, die jedoch keine Spitzenqualität hervorbrachten. In den 90er Jahren jedoch hat man in ein neues Anpflanzungsprogramm investiert. Internationale Fachleute unterstützen die Erweiterung des Wissens und neue Bewässerungsanlagen trugen dazu bei, dass nun verschiedene Rebsorten mit großem Erfolg angebaut werden. Einige Weine können sich sehen lassen, werden jedoch in der Regel nur in Malta verkauft, da die Anbauflächen begrenzt sind. Zu nennen sind Weinreben wie Merlot, Chardonnay, Syrah oder Cabernet Sauvignon.

Malta hat einen idealen Boden und hervorragendes Klima für Weinbau. Man baut den Wein jedoch nicht auf Bergen an, sondern buschweise auf Feldern. Neben den guten Weinsorten, die in geringen Mengen produziert werden, gibt es ertragreiche Weinreben, wie zum Beispiel die Ghirgentina-Traube, die einen durchschnittlichen Wein hervorbringt und häufig noch behandelt wird, um ein besseres Ergebnis zu erzielen. Die rote Weinrebe Gelleweza erfüllt die Bedingungen zur Weinproduktion schon besser.

Wer sich in einem Supermarkt maltesischen Wein kauft oder in einem Restaurant maltesischen Wein bestellt, sollte auf dem Flaschenetikett nachschauen, ob der Wein tatsächlich aus Malta stammt, auch wenn er auf dem Etikett als maltesischer Wein angeboten wird. Denn neben den auf den Inseln produzierten Weinsorten werden auch Trauben und Weinmost importiert, die dann vor Ort verarbeitet werden. Meistens stammen diese Trauben aus Italien. Oft ist dies der Fall bei den preiswerten Weinen, denn die Nachfrage nach billigem Wein ist so hoch, dass der Bedarf aus maltesischem Anbau allein nicht gedeckt werden kann.

Die beiden größten Weinkellereien Marsovin und Delicata beherrschen auf Malta deutlich den Markt. Dazu kommt die kleine Kellerei Meridiana, die exzellente Weine in Spitzenqualität liefert, jedoch nur kleine Mengen produziert und im höheren Preissegement anzusiedeln ist.

In jedem Fall lohnt es sich, zum Beispiel bei einem guten Essen, die maltesischen Weine zu probieren.

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